Herr und Knecht: Novelle by graf Leo Tolstoy

(18 User reviews)   4525
By John White Posted on Dec 22, 2025
In Category - Aviation
Tolstoy, Leo, graf, 1828-1910 Tolstoy, Leo, graf, 1828-1910
German
You know that feeling when you're stuck in a snowstorm with someone you can't stand? Tolstoy takes that simple setup and turns it into one of the most intense, life-or-death character studies I've ever read. 'Master and Man' (that's the English title) is about a wealthy, miserly landowner and his quiet servant on a business trip that goes horribly wrong in a blizzard. The whole story asks: when everything is stripped away—status, money, plans—what's left of a person? It's short, but it packs a punch that will stick with you for days. If you want a classic that reads like a thriller, grab this one.
Share

Read "Herr und Knecht: Novelle by graf Leo Tolstoy" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

einen kleinen Wald abzukaufen, um den er schon lange gehandelt hatte. Wasili Andrejitsch hatte es mit dieser Fahrt eilig, damit ihm nicht städtische Händler dieses vorteilhafte Geschäft wegschnappten. Der junge Gutsbesitzer forderte für den Wald nur aus dem Grunde zehntausend Rubel, weil Wasili Andrejitsch ihm siebentausend dafür geboten hatte. Diese siebentausend Rubel bildeten aber nur den dritten Teil des wirklichen Wertes des Waldes. Wasili Andrejitsch hätte vielleicht noch länger um den Preis gefeilscht, da der Wald in seinem Bezirke lag und zwischen ihm und den andern ländlichen Händlern des Kreises schon seit langer Zeit eine Abmachung bestand, nach welcher ein Händler in dem Bezirke eines andern den Preis nicht in die Höhe treiben durfte; aber Wasili Andrejitsch hatte erfahren, daß Holzhändler aus der Gouvernementsstadt vorhätten, nach Gorjatschkino zu fahren und um den Wald zu handeln, und so hatte er denn beschlossen, sofort selbst hinzufahren und die Sache mit dem Gutsbesitzer zum Abschluß zu bringen. Sowie ihn daher der Feiertag loskommen ließ, nahm er aus dem Kasten siebenhundert Rubel, die ihm gehörten, tat noch zweitausenddreihundert Rubel Kirchengelder, die er in Verwahrung hatte, dazu, so daß dreitausend Rubel herauskamen, zählte die ganze Summe sorgsam durch, steckte sie in seine Brieftasche und traf Anstalten zur Abfahrt. Der Knecht Nikita, der einzige von Wasili Andrejitschs Leuten, der an diesem Tage nicht betrunken war, ging hinaus, um anzuspannen. Der Grund, weswegen Nikita an diesem Tage nicht betrunken war, war der: er war ein arger Trinker; aber nach der Fastnacht, wo er die Jacke vom Leibe und seine Lederstiefel vertrunken hatte, hatte er das Trinken verschworen und nun schon seit mehr als einem Monat nicht mehr getrunken; auch jetzt hatte er nicht getrunken, trotz der starken Verführung, da überall an diesen beiden ersten Festtagen eine tüchtige Menge Branntwein konsumiert wurde. Nikita war ein Bauer aus einem Nachbardorfe und jetzt fünfzig Jahre alt; er war, wie man von ihm sagte, kein rechter Hauswirt und hatte den größten Teil seines Lebens nicht in seinem eigenen Hause, sondern bei andern Leuten als Knecht verbracht. Überall schätzte man ihn wegen seines Fleißes, seiner Geschicklichkeit und Arbeitskraft, ganz besonders aber wegen seines guten, freundlichen Wesens; aber nirgends blieb er lange im Dienst, weil er etwa zweimal im Jahre, mitunter auch häufiger, ins Trinken hineingeriet und dann nicht nur alles vertrank, was er auf dem Leibe hatte, sondern auch händelsüchtig und gewalttätig wurde. Auch Wasili Andrejitsch hatte ihn schon ein paarmal fortgejagt, ihn aber immer wiedergenommen, da Nikitas Ehrlichkeit, seine Liebe zu den Tieren und vor allem seine Anspruchslosigkeit bei ihm stark ins Gewicht fielen. Wasili Andrejitsch zahlte ihm nicht achtzig Rubel, was der angemessene Lohn für einen solchen Knecht gewesen wäre, sondern vierzig Rubel, und diese verabfolgte er ihm ohne genaue Abrechnung, in kleinen Posten, und großenteils nicht in barem Gelde, sondern in Gestalt von hoch berechneten Waren aus seinem Laden. Nikitas Frau, Marfa, die früher einmal ein hübsches, flinkes Weib gewesen war, wirtschaftete zu Hause mit einem nahezu erwachsenen Sohne und zwei Töchtern und forderte ihren Mann gar nicht dazu auf, zu Hause zu wohnen, erstens weil sie schon seit zwanzig Jahren mit einem aus einem fremden Dorfe stammenden Böttcher zusammenlebte, der bei ihnen im Hause wohnte, und zweitens weil sie zwar mit ihrem Manne ganz nach ihrem Belieben umsprang, wenn er nüchtern war, aber eine Heidenangst vor ihm hatte, sobald er zu trinken anfing. Einmal, als Nikita sich zu Hause betrunken hatte, hatte er, wahrscheinlich um sich an seiner Frau für die Knechtung zu rächen, die er in nüchternem Zustande erlitt, ihre Truhe erbrochen, ihre besten Kleider hervorgeholt, das Beil genommen und alle ihre Röcke und Umhänge auf dem...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

Ever feel like you need a good story but don't have time for a 500-page epic? This novella is your answer. In about 60 pages, Tolstoy creates a world so vivid and a situation so tense, you'll forget you're reading a 19th-century classic.

The Story

Vasili Andreevich is a landowner obsessed with making a deal. He drags his patient servant, Nikita, out on a journey in worsening weather, ignoring all warnings. His greed and arrogance blind him to the growing storm. Soon, they're lost in a whiteout, fighting for survival. The dynamic between the two men shifts completely in the face of nature's raw power. The master's confidence crumbles, and the servant's quiet strength becomes their only hope. What happens next is a raw, unforgettable look at human nature under extreme pressure.

Why You Should Read It

This isn't just an adventure story. It's a mirror held up to our own priorities. Tolstoy makes you feel the biting cold and the creeping panic. He shows how Vasili's entire identity—built on wealth and control—means nothing in the blizzard. Meanwhile, Nikita's humble acceptance and resilience take on a kind of power. It made me think hard about what I value and how I treat people. The ending is shocking and beautiful, all at once.

Final Verdict

Perfect for anyone who thinks classics are stuffy or long-winded. This is Tolstoy at his most focused and powerful. If you like stories about survival, moral dilemmas, or incredible character transformations, you'll love this. It's also a great entry point if you've been intimidated by War and Peace. Read it on a cold night for maximum atmosphere.



🟢 Community Domain

This publication is available for unrestricted use. Thank you for supporting open literature.

Mason Davis
1 year ago

Without a doubt, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Don't hesitate to start reading.

Mark Johnson
1 year ago

I was skeptical at first, but the arguments are well-supported by credible references. I couldn't put it down.

Lisa Allen
2 months ago

To be perfectly clear, the arguments are well-supported by credible references. I would gladly recommend this title.

Brian Clark
4 months ago

Wow.

Donna Wright
2 years ago

My professor recommended this, and I see why.

5
5 out of 5 (18 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks