Mutter und Kind: Ein Gedicht in sieben Gesängen by Friedrich Hebbel

(9 User reviews)   2015
By John White Posted on Jan 13, 2026
In Category - Flight Science
Hebbel, Friedrich, 1813-1863 Hebbel, Friedrich, 1813-1863
German
Hey, have you ever read something that feels like it was written with a hammer and a whisper at the same time? I just finished Friedrich Hebbel's 'Mutter und Kind' (Mother and Child), and that's exactly the feeling it left me with. Forget a simple nursery rhyme about parenting—this is a seven-part dramatic poem that goes straight for the gut. It's a story about a mother and her son, but the heart of it is this massive, painful conflict: a son's desperate, almost violent need to break free and become his own person, and a mother's equally powerful, possessive love that can't let go. It's less about cuddles and more about emotional warfare. Hebbel wrote this in the 1850s, but the struggle feels shockingly modern. It's raw, it's uncomfortable, and it asks the hardest question about family: can love sometimes be a cage? If you're up for a short, intense read that punches way above its weight, this forgotten classic might just surprise you.
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Anfängt, während die Mitte noch schwarz, wie die Erde, herabhängt. Frierend kriechen die Wächter mit Spieß und Knarre nach Hause, Doch sie erlöste die Uhr und nicht die steigende Sonne, Denn noch ruhen die Bürger der Stadt und bedürfen des Schutzes Gegen den schleichenden Dieb, den spähende Augen gewähren. Wie der Hahn auch rufe, und wie vom Turme herunter Auch der hungrige Geier mit ewig brennendem Magen Nach dem Frühstück krächze, es kümmert nicht Mensch noch Tiere. Nur in den Ställen, die hinter die stattlichen Häuser versteckt sind, Wird's allmählich lebendig, es scharren und stampfen die Pferde, Und es brüllen die Kühe, allein die Knechte und Mägde Schwören sich bloß, zur Nacht die Raufen noch voller zu stopfen, Als es gestern geschah, und schlafen weiter in Frieden. Nun, man müßte sie loben, wofern sie sich rascher erhüben, Aber, wer könnte sie tadeln, daß sie sich noch einmal herumdrehn? Ist doch die Kälte zu groß! Der Fuß, dem die Decke entgleitet, Schrickt zurück vor der Luft, als ob er in Wasser geriete, Welches sich eben beeist, auch darf man den Winter nicht schelten, Weihnachts-Abend ist da, wie sollt' er nicht grimmig sich zeigen! Dennoch lehnt schon am Pfahl der still verglühnden Laterne Eine dunkle Gestalt. Im Licht des flackernden Dochtes, Welcher sich selbst verzehrt, des Öls allmählich ermangelnd, Kann man den Jüngling erkennen, der unbeweglich hinüber Schaut nach dem Erdgeschoß des Hauses über der Straße. Wahrlich, es müssen die Pulse ihm heiß und fieberisch hüpfen, Daß er um diese Stunde, die selbst im Sommer die Zähne Oft zum Klappern bringt und alle Glieder zum Schaudern, Hier so ruhig steht, als wär' er in Eisen gegossen. Schneidend und scharf, wie ein Messer, zerteilt der Hauch nun die Lüfte, Welcher die Sonne meldet: den sollen die Fische im Wasser Spüren und mitempfinden, er aber regt sich auch jetzt nicht. Doch, da schreitet er vor und naht sich dem Hause. Was gibt ihm Denn so plötzlich Gefühl und macht ihn lebendig? Ein Schimmer Ward da drunten sichtbar, den eine getragene Lampe Zu verbreiten scheint. Er bückt sich nieder, zu lauschen, Spricht: sie ist's! und tickt mit leisem Finger ans Fenster. Drinnen taucht ein Kopf empor. Die klarste der Scheiben Suchend, er findet sie schwer, die meisten sind blind und belaufen, Lugt er schüchtern hindurch. Es ist ein blühendes Mädchen, Welches sich selber beleuchtet, indem es, die Lampe erhebend, Nach dem Klopfenden späht. Er ruft: mach' auf, Magdalena! Und enteilt in das Gäßchen, das links am Hause sich hinzieht. Bald auch öffnet sich seitwärts das Dienerpförtchen, doch halb nur, Und den Fuß in der Tür, beim Licht noch einmal ihn prüfend, Spricht sie: Christian, du? Was kannst du so zeitig nur wollen? Laß uns hinein--versetzt er--du würdest draußen erfrieren, Und wir sind ja noch sicher! Sie sperrt ihm noch immer den Eingang, Doch er hält ihr den Pelz entgegen, in den er gehüllt ist, Und nun tritt sie zurück und geht voran in die Küche, Während er auf den Zehen ihr folgt. Schon brennt auf dem Herde Hell und lustig ein Feuer. Sie stellt den Kessel mit Wasser Jetzt darüber und setzt sich an einer Seite daneben, An der anderen er. Die rötliche Flamme vergoldet Spielend beider Gesichter, und gegen sein dunkel gebräuntes Sticht ihr lilienweißes, mit blonden Locken bekränztes, Fein und angenehm ab. So mußt du--beginnt sie--schon wieder Auf die Straße hinaus, und das am heiligen Abend? Wer dem Fuhrmann dient,–-entgegnet er--feiert die Feste Selten gemächlich zu Hause, denn immer mangelt dem Kaufmann Dies und das im Gewölb', und da die Kunden nicht warten, Wartet er selbst auch nicht! Doch du--erwidert sie leise, Fast...

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Let's be honest, a 19th-century German dramatic poem doesn't usually top the 'must-read' list. But trust me, Mutter und Kind is different. It's a compact, seven-part story that reads more like a tense one-act play than a flowery epic.

The Story

The plot is simple but the emotions are huge. A mother has raised her son alone, pouring her entire life and identity into him. Now he's a young man, straining against the limits of her world. He feels smothered. He needs to leave, to find his own path, his own love, his own life. The poem unfolds in their conversations and soliloquies, building to a heartbreaking climax. The son's rebellion isn't just teenage angst; it's a primal scream for independence. The mother's resistance isn't just worry; it's the terror of being left empty, of her life's purpose walking out the door. Their love for each other is the very thing that tears them apart.

Why You Should Read It

I was blown away by how current this felt. We all know this dance, even if our version is less poetic. That moment when a child must separate to become an adult, and a parent has to learn to let go—Hebbel captures the agony and the necessity of it perfectly. There are no clear villains here. You ache for the son's suffocation, and in the next breath, you feel the mother's devastating loneliness. Hebbel doesn't give easy answers. He shows us that deep love and painful separation are often two sides of the same coin. It's a brutally honest look at the cost of raising someone to leave you.

Final Verdict

This isn't a light read, but it's a powerful one. It's perfect for anyone who loves intense family dramas, psychology, or classic literature that doesn't pull its punches. If you enjoyed the fraught mother-son dynamics in something like Hamlet or even a modern novel about difficult families, you'll find a kindred spirit in Hebbel. Give it an hour of your time. You might just find a piece of your own story, however messy, reflected in its ancient, aching lines.



📜 License Information

Legal analysis indicates this work is in the public domain. You can copy, modify, and distribute it freely.

Jackson Rodriguez
1 month ago

Solid story.

Noah Lopez
1 year ago

Very helpful, thanks.

Sandra Lopez
5 months ago

I stumbled upon this title and the character development leaves a lasting impact. Worth every second.

Matthew Martin
1 year ago

Loved it.

5
5 out of 5 (9 User reviews )

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